Armut und Hunger

 
Die Zahl der Armen wird zunehmen. (Amal Al-Din Al-Qazwini, Mufid Al-'ulum Wa-mubid Al-humum)
 

 
Gewinne werden aufgeteilt nur unter den Reichen, ohne dass die Armen daran Anteil hätten. (Tirmidhi)
 

 
Drei Jahre vor der Ankunft des Dajjal werden die Tage immer düsterer werden, und Hunger wird regieren… (Muhammad ibn 'Abd al-Rasul Barzanji , Al-Isha'ah li-ashrat al-sa'ah, S. 220)
 

Es gibt viele Hadithen unseres Propheten ähnlich der drei obenstehenden, die sich mit der Armut und dem Hunger befassen, die die Menschen vor der Ankunft des Mahdi erleiden werden. Zweifellos hat es immer in der Geschichte Hunger und Armut gegeben, doch in der Endzeit wird die Armut sich überall auf der Welt enorm steigern.

Es gibt heutzutage überall auf der Welt Menschen, die unter krankmachenden Bedingungen ohne Nahrung und Wasser leben müssen. Diese Situation dauert an in amerikanischen und europäischen Ländern, und besonders in Afrika, Asien und Südamerika. Nur ein kleiner Teil der Menschheit lebt in großem Wohlstand, mehr als eine Milliarde Menschen leben am Rande des Verhungerns. Folgender Artikel, geschrieben am Beginn des neuen Millenniums, beschreibt die globale Situation wie folgt:

Wenn wir nun in ein neues Jahrtausend eintreten, sehen wir eine Welt, in der jeden Tag 35.000 Kinder an den Folgen von Armut sterben. Das heißt, alle 2,5 Sekunden stirbt ein Kind. Wir sehen eine Welt, in der die Zahl der Menschen, die in Armut fallen, jeden Tag zunimmt und wir sehen, dass diese Zahl kürzlich 1,5 Milliarden überstiegen hat. Das ist mehr als die Einwohnerzahl Chinas und viermal mehr als die der Europäischen Union.

Trotz der der Möglichkeiten, die fortgeschrittene Technologien bieten, ist die Armut immer noch eines der Hauptprobleme in der Welt. Nach einem Bericht der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) der UNO für das Jahr 2000 sind 826 Millionen Menschen unterernährt.

Die Kluft zwischen arm und reich in der heutigen Welt wird sehr schnell immer größer. Nach Zahlen der UNO waren 1960 die reichsten 20 % der Weltbevölkerung 30 mal reicher als die ärmsten 20 % der Weltbevölkerung. Während der darauf folgenden 37 Jahre stieg diese Zahl und der reiche Bevölkerungsanteil ist nun 74 mal reicher, als die 20 % der Ärmsten.

Wenn der Reichtum der drei reichsten Familien der Welt zusammengelegt werden würde, so ergäbe dies mehr als das gesamte Jahreseinkommen von 600 Millionen Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern. Weiterhin ist das Pro-Kopf-Einkommen in den mehr als 80 armen Ländern der Welt heute geringer als 10 Jahre zuvor.

In der Welt von heute hat die Armut schlimmste Ausmaße erreicht. Der letzte UNICEF Bericht sagt unter anderem, dass einer von vier Menschen der Weltbevölkerung "unter unvorstellbarem Leid und Mangel" lebt. 1,3 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung leben von weniger als einem US Dollar pro Tag, 3 Milliarden von zwei Dollar pro Tag. Schätzungsweise 1,3 Milliarden Menschen haben kein gesundes Trinkwasser zur Verfügung und 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung.

Nach dem FAO Bericht für das Jahr 2000 erhalten 826 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen. Anders gesagt, einer von sechs Menschen leidet Hunger.

In den letzten 10 Jahren hat sich die ungleiche Einkommensverteilung mehr als man sich vorzustellen vermag verstärkt. UNO Berichte zeigen, dass das Einkommen der 20 % der Menschen, die in den reichsten Ländern leben, 30 mal höher war als das Einkommen der ärmsten 20 %, 1995 war es 82 mal höher. Ein Beispiel für den Zusammenbruch der sozialen Gerechtigkeit: Der Reichtum der 225 reichsten Menschen der Welt entspricht dem Jahreseinkommen der ärmsten 47 % der Weltbevölkerung.

Die aktuellen statistischen Daten verweisen auf die Äußerungen des Propheten über den Anstieg der Armut. In den Hadithen wird offenbart, dass Armut und Hunger unter den Anzeichen der ersten Phase der Endzeit sein werden.

Offensichtlich beschreibt die Periode, auf die der Prophet hingewiesen hat, die Bedingungen unserer Tage. Wenn wir auf vergangene Jahrhunderte zurückblicken, sehen wir, dass die Nöte und Sorgen, die durch Dürre, Krieg und anderes Unglück verursacht wurden, zeitlich und regional begrenzt waren. Heute jedoch sind Armut und die Anstrengung am Leben zu bleiben, permanent und unbegrenzt.

Ganz sicher sind das Mitleid und die Gnade unseres Herrn grenzenlos; Er behandelt die Menschen nicht unrecht. Doch wegen der Undankbarkeit der Menschheit und wegen des Bösen, dass sie begangen hat, sind Armut und Sorge über sie gekommen. In der Tat zeigt dieser armselige Zustand ganz klar, dass die Welt auf Selbstsucht und Habgier aufgebaut ist anstelle von Religion, moralischen Werten und Gewissen.

Mit der Heraufdämmerung des Goldenen Zeitalters werden all diese Probleme verschwinden. Hunger und Armut werden Wohlstand und Überfluss weichen. Niemand wird arm oder bedürftig sein. Die Religion wird gelebt werden in der Weise, wie Allah sie im Quran beschreibt und die Menschen werden ihre Güter mit den Bedürftigen teilen, wie in dem Vers, "Und von ihrem Vermögen war ein Teil für den Bittenden und den verschämten Armen." (Sure 51:19 – adh-Dhariyat) offenbart wird. In einer Gesellschaft, die nach islamischen Werten lebt, ist es unmöglich, dass manche Menschen reich sind und andere arm. Wenn ein Mensch glaubt, dann wird er sich davor fürchten, in die Situation zu geraten, die Allah in dem Vers "Und sorgte sich nicht um die Speisung des Armen. Darum hat er hier heute keinen Freund" (Sure 69:34, 35 – al-Haqqa) beschreibt. Auf diese Weise erlangt die Gesellschaft soziale Gerechtigkeit, Wohlstand und Überfluss.

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